Wir haben hier heute “Daheimtag” im Wechselunterricht.

Ich musste gerade das Video der Augsburger Puppenkiste vorspielen, dass den Kindern gestern zur Begleitung des Selbsttests gezeigt wurde. Das kam auch bei den kleinen sehr gut an.

Und meine Große durfte ich danach davon überzeugen, dass sie jetzt nicht einen Test machen muss. “Ich will aber, ich kann das voll gut”.

Wann mich meine Kinder am meisten positiv überraschen? Wenn ich ihnen vertraue und Verantwortung gebe.

Blümchentour

Es wird Frühling und ich brauche die schöne Abwechslung meine Fotoknipserskills zu schleifen. Mein oberer Hinterhof lieferte dafür heute morgen bei warmen Sonnenschein und Vogelgezwitscher gute Unterhaltung.

Ich mag’s hier.

Von oben versagt.

Mit wachsender Besorgnis beobachten wir die derzeitige Entwicklung der Pandemiesituation. […] Weder gibt es ein definiertes Ziel noch eine klare Strategie der Pandemiebekämpfung. Wichtige Eindämmungsinstrumente werden nach wie vor nicht wirksam eingesetzt: Kontaktnachverfolgung, Teststrategie und Impfungen. Nach einem Jahr Pandemie, mit einer zermürbten Bevölkerung und einer beschädigten Wirtschaft, wurde Deutschland so in eine dritte, allen Projektionen nach sehr heftige, Pandemiewelle gesteuert.

Das ist das Urteil von 14 Wissenschaftler*innen, die sich unter No-COVID zusammengetan haben und eine mittlerweile umfassende Strategie inklusive Maßnahmepaketen entwickelt haben. Lest ihre aktuelle Stellungnahme. LEST. DAS.

Auf diesen zwei Seiten findet sich mehr Strategie als in diesem Ding, was die Regierung und die große Mehr der Ministerpräsidenten machen – ich weiß nicht wie ich das noch nennen soll.

Im Nebel gestochere vielleicht, wenn ich Unfähigkeit unterstelle.
Rücksichtslos und menschenverachtend sein, wenn es Böswilligkeit wäre.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, wieso “die Wirtschaft” das so per Lobby einfordern sollte. Sogar Mallorca führt gerade Ausgangssperren ein, weil ihnen klar ist, dass es sich nicht lohnt für das vermeintliche Ostergeschäft den Schaden durch noch schneller steigende Infektions-, Krankheits- und Todeszahlen hinzunehmen.

Ich verstehe nicht mal mehr, warum sie so handeln.
Den eigenen Arsch zu retten, Blosstellung vermeiden und sich ekelig rauswinden, scheint mir das einzige zu sein, was diesen Schlag Politiker gerade motiviert. Abgesehen von der tief sitzenden Korruption in der CDU/CSU.

Einer der wenigen Lichtblicke dabei: die Chance, dass die Grünen die Kanzlerin stellen, steigt immer mehr.

Ein anderer Hoffnungsschimmer: Menschen beginnen sich von unten zu organisieren. Vorbei an bzw. ergänzend zu diesen verkrusteten Strukturen.

Ein Beispiel, das ich seit ein paar Tagen beobachte ist Marcus Ewald, der scheinbar rund um die Uhr dahinter ist, eine Organisation auf die Beine zu stellen, die ehrenamtliche Erstverfolger zusammenbringt, um die Kontaktverfolgung von Infizierten der Gesundheitsämter zu unterstützen.

Wenn ich wieder mehr Kraft und Hoffnung habe (es wird besser), werde ich diese in meinem kleinen Ort unterstützen.

Als Ersthelfer. Von unten.

Ich glaube mittlerweile, dass Merkel bei der letzen MPK keine Chance sah, sich dann komplett zurückzog, damit die MPs es so total versammeln, wie sie es gerade tun.

Um dann den Hebel zu haben, um #nocovid durchzusetzen.

Naja, “glauben”.

Ein Sonntagsrant zu den weiteren Schulöffnungen

Die Grundschule meiner Tocher wird weiterhin Wechselunterricht für mindestens die kommende Woche durchziehen. Wenn morgen die 7-Tage-Inzidenz von über 100 erreicht ist, wenn gleich viele Neuinfektionen wie heute gemeldet werden (17), so wird die Schule trotzdem die gesamte Woche offen bleiben.

Nur wird diese “magische” 100 frühestens offiziell gegen Ende der Woche erreicht sein, weil zum einen als Entscheidungsgrundlage nicht die Zahlen unseres Gesundheitsamtes vor Ort, sondern die des RKI genutzt werden. Diese hängen der Realität gut 10-14 Tage hinterher und ist erfahrungsgemäß auch kleiner…
Zum anderen sind die Meldezahlen zu Beginn der Woche immer niedrig. Am Wochenende macht sich das Virus nämlich locker.

Wenn man nun ein wenig die Erfahrungen der anderen Länder anschaut, die ihre dritte Welle bzw. die B.1.1.7 Welle schon reiten, dann sieht man dort, wie viel stärker gerade die Kinder in Kindergärten und Schulen infiziert werden. Hier bei uns bemerkt man das alles deutlich weniger, da Kinder fälschlicherweise immer noch als nahezu unbeteiligt an der Verbreitung des Virus und Anfälligkeit dafür gelten. Was ein sehr gefährlicher Trugschluss ist. Kinder übertragen das Virus genauso wie Erwachsene. Es gibt keinen Unterschied. Und auch sie erkranken, wenn auch etwas weniger als Erwachsene.

Dieser Artikel von Dirk Pässler fast gerade sehr gut meine Sicht zu den kommenden Wochen zusammen.

Lest den Artikel. Zieht eure Schlüsse und schaut, ob es nicht doch in eurer Macht steht eure Kinder zu Hause zu lassen, obwohl es extrem anstrengend ist. Ich verstehe jede und jeden, die es nicht können und freue mich über jede einzelne, die es schaffen.

100%ige Versorgung mit erneuerbaren Energien im Landkreis möglich

Nachdem in unserem Landkreis Bad Kissingen der einzige sichtbare politische Beitrag zum Klimaschutz die Verhinderung von Stromtrassen vor der eigenen Haustür ist – ob berechtigt oder nicht ist ein anderes Thema – geben die Grünen im Kreis vor was machbar ist:

Kernziel ist es bis spätestens 2030 den gesamten Energieverbrauch für Strom, Wärme und Mobilität im Landkreis zu 100 % aus erneuerbaren Energien zu decken

Krasse Ansage, was? Wie soll das gehen?

Es ist tatsächlich nicht mal besonders schwer, Hans-Josef Fell hat das mit der Energy Watch Group schon vor einem Jahr ausgearbeitet.

Der Ausbau für eine vollständig auf Erneuerbaren Energien beruhende Versorgung erfordert nach den Berechnungen der EWG folgende Infrastruktur im Landkreis Bad Kissingen:

  • Bau von 48 Windkraftanlagen (je 5 MW), zusätzlich zu den heute 33 Anlagen mit durchschnittlich 2,5 MW.
  • Ausbau von PV-Dachanlagen von heute 58 MW auf zukünftig 200 MW und Ausbau der PV-Freiflächenanlagen von heute 36 MW auf zukünftig 413 MW.
  • Ausbau der kleineren Bio-KWK-Anlagen (Bioenergie und grüner Wasserstoff) von heute 3 MW auf zukünftig 81 MW.
  • Erhalt der gegenwärtigen Wasserkraftversorgung mit einer installierten Leistung von 1,6 MW und einer Erzeugung von etwa 5,5 MWh.
  • Ausbau der Speicherkapazitäten auf 142 MWh Batteriespeicher, 812 MWh Wärmespeicher und 2.898 MWh Wasserstoffspeicher.
  • Umstellung der Antriebe im Verkehrssektor (u.a. PKW und ÖPNV) auf elektrische Antriebe.

Die Studie kann man auch vollständig online lesen.

Nagut, es ist nicht einfach, weil sich keiner mit Entscheidungsbefugnis dafür interessiert, genauer gesagt in die gegenläufige Richtung arbeitet. Hans-Josef hat alle Bürgermeister im Kreis und den Landrat informiert. In diesem einem Jahr gab es nur eine Rückmeldung, vom Bad Kissinger Bürgermeister: “Schaue ich mir bei Gelegenheit mal an.” (sinngemäß).

Warum wir ohne Wahlprogramm kommen – Junge Liste

Die Zukunft wird noch so manches Unerwartetes von uns fordern. Und vieles davon wird nicht in Wahlprogrammen gestanden haben. Dann ist es wichtig, welchen Werten die gewählten Stadträte folgen. Dann sind die Personen gefragt, nicht mehr die ihre Programme und Versprechen.

Der zweite Blogpost ist da, diesmal von Christian.

Die Junge Liste Hammelburg hat ein Blog

Fast alle Listen werben mit Transparenz in ihren Programmen, überall wird das als wichtig dargestellt. Wirklich erklären, was das sein soll und wie weit diese Transparenz gehen soll, tut momentan noch keiner. Deshalb wollen wir auch die anderen Listen einladen, offen mit dem Aufbau und der Entstehung ihrer Werbung umzugehen. Zeigt sie euch oder zeigt sie die Handschrift einer Agentur?

Ich bin davon überzeugt, dass der Stadtrat in Hammelburg durch einen offeneren, die Bürger einbindenden Stil, noch bessere Arbeit machen kann. Sicher, es ist aufwändig seine Argumente zu einer Entscheidung zu erklären und dann auch noch öffentlich zu verteidigen. Allerdings werden sie dadurch in sich besser und auch besser verstanden. Ich bin davon überzeugt, dass die besseren Argumente bessere Resultate liefern.

Warum wir unsere Wahlwerbung selber machen – Junge Liste

Auch deswegen möchte ich auf der Website der Jungen Liste Hammelburg bloggen. Etwas Licht in das Dunkel der Vorgänge bringen, die im Stadtrat und darum stattfinden.

Mit diesem Artikel fange ich bei uns an.

Nachhaltigkeit in der Kommunalpolitik

Irgendwas mit Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit
Vor den Kommunalwahlen gibt es kaum Beteiligte, die das Thema nicht aufgreifen. So beginnt das Wahlprogramm einer Volkspartei mit „Umwelt bewahren“ oder ein einzelner Kreis- und Stadtratskandidat schaltet Werbung um eine Politik „nur“ für die nächste Generation zu versprechen. Irgendwas mit „Fridays for Future“ macht sich auch immer ganz gut.

Nach gefühlten Jahren des beackerns, hat Tobias endlich beginnen in sein eigenes Blog zu schreiben.

Und er legt gleich gut los.

Interfraktionelle Gespräche scheinen ein sehr übliches Werkzeug in der Hammelburger Stadtratspolitik zu sein.

Es ist gut und hilfreich, wenn zwischen den Räten, Fraktionen und Parteien ein funktionierender Dialog stattfindet. Er sollte aber nur in Ausnahmefällen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
Und das ist in interfraktionellen Gesprächen nun mal nicht die Ausnahme.

Dieser Artikel bringt es auf den Punkt: Interfraktionelle Gespräche schaden Politik und Demokratie | waz.de |

Das Argument, mit den interfraktionellen Gesprächen würden langwierige Beratungen im jeweiligen Gremium vermieden, geht an der Sache vorbei. Denn genau diese Beratungen sind es, die das Wesen der Demokratie ausmachen. Eine Abstimmung im Hinterzimmer, gefolgt von einem bloßen Abnicken in Bezirksvertretung, Ausschuss oder Rat, ist dieser demokratischen Institutionen unwürdig.

Eine Einbahnstraße ergibt noch kein Verkehrskonzept

Eine Fahrradtour durch Hammelburg

In seiner nächsten Sitzung wird der Stadtrat über ein Verkehrskonzept für Hammelburg entscheiden wollen. Die Saale-Zeitung berichtet sogar aktuell darüber und erklärt den aktuellen Stand.

Mir liegt es schon seit langem am Herzen, dass bei solchen Entscheidungen besonders auf die Menschen, die außerhalb von Autos am Verkehr in Hammelburg teilnehmen – Fussgänger und Radfahrer, ältere Menschen an Rollatoren und Kinder auf Laufrädern oder Fahrrädern, Kinderwagenschieber wie ich und viele andere – auch beachtet werden.

Aus diesem Grund lade ich euch zu einer kleinen Fahrradtour durch Hammelburg ein.

Treffpunkt ist am 31. Januar um 15.30 Uhr am Hammelburger Marktplatz von wo aus wir ein paar Runden durch unsere schöne Stadt drehen werden. Eine festgelegte Route gibt es nicht, es soll eine gemütliche Fahrt durch Strassen und Gassen sein.

Mit etwas Glück werden wir mehr als 15 Leute, wodurch wir in einem geschlossenen Verband - auch bekannt als Fahrradkolonne - fahren können.

Ziel ist es ein wenig Aufmerksamkeit auf uns als Radfahrer zu bekommen, damit der Stadtrat nicht nur die Bedürfnisse von Auto- und Lieferverkehr beachtet, sondern eben auch alle anderen Verkehrsteilnehmer bewusst einbezieht.

Foto von Thomas Elsässer.

Update, 27.01.: Wir treffen uns etwas später, um 15.30 Uhr, damit mehr Leute dabei sein können.

Es ist warm in Hammelburg. Und hell.

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